Über den Tellerrand hinaus – Ein stilles Buch über ein lautes Thema
Studierendenprojekt · HAFL · Sensibilisierung Julia Kromah, gelernte Konditorin/Confiseurin, befindet sich derzeit im Bachelorstudiengang Lebensmittelwissenschaften (BSc) im 5. Semester. Ihre Beziehung zu Lebensmitteln war nicht immer von Neugier geprägt – in der Vergangenheit war sie selbst von Anorexie (Magersucht) betroffen. Heute nutzt sie Bilder und Worte, um den oft stillen Weg aus der Essstörung sichtbar zu machen und anderen in ähnlichen Situationen Mut zu machen. Das Zeichnen und Malen gehört zu Julias grössten Leidenschaften. Es ermöglichte ihr, ein Thema anzusprechen, bei dem Worte allein oft nicht ausreichen, um das Wesentliche zum Ausdruck zu bringen. Das Bilderbuch zeigt den Wandel, den die Hauptfigur durchlebt, wobei der Fokus stark auf dem Innenleben und der Wahrnehmung der betroffenen Person liegt. In «Über den Tellerrand hinaus» begleitet man eine Figur, die beginnt, wieder nach aussen zu schauen. Nicht abrupt. Nicht linear. Sondern tastend, zweifelnd, leise. Die Illustrationen tragen diese Stimmung, und die wenigen Worte dazwischen stören nicht – sie halten einfach mit. Die illustrative Geschichte soll Menschen einen Einblick in das Erleben einer betroffenen Person geben und somit zur Sensibilisierung für dieses sehr aktuelle Thema beitragen. Mit wenigen Worten und vielen Illustrationen macht das Buch deutlich, dass aus Leere wieder Hoffnung und Leben entstehen können. Das Ziel dieses Herzensprojekts war nie kommerziell. Es ging Julia vielmehr darum zu zeigen, dass man über ein schwieriges Thema sprechen kann – auch dann, wenn einem die Sprache dafür fehlt. «Der Weg zur Hoffnung ist Vertrauen. Der Weg zum Vertrauen ist Loslassen. Beides aber ist ein Geschenk, das wir annehmen dürfen – wie ein Kind.»«Über den Tellerrand hinaus» – Ein stilles Buch über ein lautes Thema
Von der eigenen Geschichte zum Buchprojekt
Der Weg aus der Essstörung
Auf einen Blick